Mittwoch, 18. Juli 2012

Morgen

Ich zieh die Decke übern Kopf. Der Tag zieht an mir vorbei. Die Sonne lacht durchs Fenster. Mein Arsch ist schwer wie blei. Vögel zwitschern Melodien. Haben wir wirklich schon nach drei? Mir ist duschen schon zu viel und jeder Anruf quälerei. Der Kühlschrank ist leer. Dann halt Cornflakes mit Wasser. Ich komm wie ein Vampir erst bei Dämmerung vor die Tür. Ich seh wie die Stadt pulsiert,weil Draußen alle funktionieren. Alle haben Ziele, machen ihr Ding,was ist mit mir?
Morgen, bin ich wieder dabei. Und morgen sind die Ausreden vorbei. Morgen, weil ich heut nicht kann. Morgen fang ich von vorne an. Morgen nehm ich mein Leben in die Hand. Erst morgen,aber dann richtig man. Morgen,wenn nicht morgen,wann denn dann?
Ich starr hin zur Decke. Draußen in der Sternenklarennacht. Und während die Stadt schläft lieg ich mit Problemen wälzend wach. Eigentlich hätte ich noch einen ganzen Berg zu tun. Hät ich allen Grund zu schlafen. Alles andre ist nicht cool. Ich mach mir nen Kopf. Und träume von Dingen,die ich mir fürs Leben wünsch, für die ich brenne,aber ansonsten nichts weiter tu. Eigentlich will ich hier nicht sein. Alle ziehn an mir vorbei. Alle haben Ziele,machen ihr ding, was ist mit mir?

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